Es geht nicht um Eisbären – Soziale und ökologische Kämpfe zusammen führen!

Aufruf zu den Protesten in Frankfurt vom 16.-19. Mai 2012

Vom 16.-19. Mai 2012 werden tausende Menschen die Straßen von Frankfurt übernehmen. Das Spardiktat der „Troika“ aus EZB, IWF und EU-Kommission, welches federführend von der deutschen Regierung durchgesetzt wurde, bleibt endlich auch in Deutschland nicht länger ohne Widerspruch.

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Widerstand gegen Atomkraftwerke in Indien

Redebeitrag bei der internationalen Anti-Atom-Mahnwache im Frankfurter Flughafen am 28.April 2012
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Veranstaltung: Widerstand gegen Atomkraftwerke in Indien

Die Regierung des indischen Bundesstaats Tamil Nadu hat beschlossen, den Bau des Atomkraftwerkes Kudankulam, der wegen Massenprotesten der EinwohnerInnen auf Eis gelegt worden war, wieder aufzunehmen. Die Lage vor Ort spitzt sich zu: 20.000 Menschen beteiligten sich an einer Demonstration vor dem Reaktor und blockierten die Zufahrten. Die erste von dem russischen Konzern Atomstroyexport gebaute Atomanlage mit zwei Reaktorblöcken sollte ursprünglich Ende 2011 ans Netz gehen. Doch die Bauarbeiten mussten wegen Massenprotesten, die seit September andauerten, gestoppt werden. In den letzten Tagen hat sich die Situation vor Ort zugespitzt, mehrere hundert AktivistInnen wurden festgenommen, 6.000 Polizeikräfte sind um Kudankulam zusammengezogen worden.

In der Veranstaltung wird es schwerpunktmäßig um den Widerstand gegen den Bau des Atomkraftwerks Kudankulam und um die Profiteure der indischen Atomanlagen gehen. Außerdem wollen wir uns auf der Veranstaltung mit anderen Anti-Atom-AktivistInnen aus dem Rhein Main Gebiet über die Möglichkeiten einer Beteiligung an den Protesten gegen das Krisenregime der Europäischen Union vom 16. – 19. Mai in Frankfurt unterhalten (siehe No Troika Rhein-Main).

Wann: Montag, 23.4.2012, 18:30 Uhr
Wo: Café Exzess (Leipziger Straße 91, Frankfurt-Bockenheim)

Kudankulam / Südindien: Situation um die AKW-Baustelle spitzt sich zu!

Im südindischen Kudankulam ist derzeit ein Atomkraftwerk in Bau (Koodankulam Nuclear Power Plant), gegen das es eine breite Widerstandsbewegung gibt. Vor Ort spitzt sich dieser Tage die Lage weiter zu:

Die Ereignisse von gestern zusammengefasst:

- Regierung von Tamil Nadu (Südindien) macht Kehrtwendung und ordnet
Betriebsbeginn des 1.Blockes an
- 6.000 Bullen inkl. SEK (in Indien heißt das RAF = Rapid Action Force) wurden um Kudankulam zusammengezogen
- Ausgangssperre wurde verhängt
- Kontrollpunkte auf allen Straßen um Kudankulam
- 300 ArbeiterInnen wurden unter Polizeischutz ins AKW verbracht
- Verhaftung von ca. 10 AktivistInnen und Bedrohung mit lebenslanger
Haft
- Festnahme von mehreren Hundert bei Blockaden (laut Twitter über 500)
- Ausweisung der Medien (laut Twitter)
- 20.000 Menschen vor dem AKW
- 15 AktivistInnen sind in den unbefristeten Hungerstreik getreten.

Die Lage ist ernst, nachdem Hetzkampagnen („vom Ausland gesteuerter Widerstand“) und Expertenkommissionen den Widerstand nicht brechen konnten, wird jetzt versucht, den AKW-Betrieb mit nackter (Staats-)Gewalt durchzusetzen.

Informationen auf englisch bei DiaNuke.

Amnesty International ruft zu Petitionen auf:

Amnesty Urgent Action

1 Jahr Fukushima – Aus und Schluss für Neckarwestheim 2!

Sonntag 11.03.2012, 13 Uhr, Kirchheim/N., Bhf, Demo zum Atomkraftwerk Neckarwestheim 2

Am 11.3.2011 löste ein Erdbeben und der nachfolgende Tsunami in Japan eine nicht fassbare atomare Katastrophe aus: In Fukushima schmolzen in drei Reaktoren die Brennelemente – der nächste Super-GAU nach Tschernobyl war eingetreten.

In Deutschland werden 8 Atomkraftwerke abgeschaltet, 9 erhalten eine Laufzeitgarantie. Dieser „Atomkonsens“ ist für uns nur eine Etappe. Denn erst 2015, 2017 und 2019 soll jeweils nur ein AKW stillgelegt werden. Erst in 10 Jahren, Ende 2021 und 2022, sollen die letzten sechs Atomkraftwerke stillgelegt werden – Neckarwestheim 2 als einer der letzten Reaktoren.

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Unterdessen wird mit Steuergeldern die nächste Reaktor-Generation entwickelt und für den Bau von Atomkraftwerken im Ausland gebürgt. Und es wird weiter Atommüll produziert – allein in Neckarwestheim 2 jedes Jahr bis zu 53.000 Kilogramm hochradioaktiver Müll.

Atomausstieg sieht anders aus!

20 km um Fukushima mussten 78.000 Menschen ihre Heimat für immer verlassen. Auch außerhalb dieser Zone sind seitdem Mensch und Umwelt radioaktiv verstrahlt worden. Die freigesetzte Menge an radioaktivem Caesium beträgt dabei das 168-fache des Atombombenabwurfs von Hiroshima. Die Menschen werden das gleiche Schicksal wie nach Tschernobyl erleiden müssen: Gesundheitliche Folgewirkungen wie Totgeburten, Fehlbildungen der Kinder, Krebserkrankungen und genetische Veränderungen für mehrere Generationen.
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Internationale Fukushima-Mahnwache, Flughafen Frankfurt am 11.2.2012

Liebe AtomkraftgegnerInnen nah und fern,

am 11.3. ist es ein Jahr her, daß uns die Schreckensmeldungen aus Fukushima erreichten. Am Jahrestag der Katastrophe wird es mehrere Großdemonstrationen an AKW-Standorten geben.

Bereits einen Monat früher, am Samstag, den 11. Februar, finden in Tokio und an AKW-Standorten in Japan Proteste statt, zu denen die japanische Anti-AKW-Bewegung aufruft. Ganz bewusst finden diese Proteste nicht am 11. März, sondern vier Wochen vorher statt, denn im März wird die Trauer um die Opfer des Tsunamis im Mittelpunkt stehen und nicht die Atompolitik.

Aus Verbundenheit mit der japanischen Anti-AKW-Bewegung und allen AtomkraftgegnerInnen weltweit, schließen auch wir uns am 11. Februar den bundesweit stattfindenden Mahnwachen an.

Fukushima ist überall:

Internationale Mahnwache am 11.2.2012, 13:00 Uhr, Flughafen Frankfurt, Terminal 1, Abflughalle A-B

Die Mahnwache im Frankfurter Flughafen soll die Botschaft der Anti-Atom-Bewegung in die Welt tragen: ATOMKRAFT ABSCHALTEN – WELTWEIT!!

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Berichte von den Protesten gegen den Castor-Transport

Der Castor-Transport nach Gorleben im November 2011 ist zwar schon etwas länger her, aber für die Daheimgebliebenen und die Dagewesenen ist es bestimmt spannend, noch ein paar Erlebnisberichte und Einschätzungen aus dem Wendland zu lesen.

Erfahrungsbericht aus dem Wendland vom AKU Wiesbaden: klick hier.

Tagebuch eines Widerstandswochenendes (24.-28. November 2011) von ByeByeBiblis: klick hier.

Rückblick auf den Castor-Transport 2011 nach Gorleben in der Swing: klick hier.

Politische Landgewinne – Einschätzung von .ausgestrahlt

Die Proteste gegen den Castor-Transport nach Gorleben und ihre Folgen

Fast 126 Stunden war der Castor-Transport von La Hague nach Gorleben unterwegs – deutlich länger als jeder andere Transport zuvor. Aber letztendlich zählen nicht zeitliche Rekorde, sondern die politische Wirkung der Proteste. Zwar gilt auch die Zeit als Gradmesser für die Ablehnung der aktuellen Atommüll-Politik, aber dabei spielen noch viele andere Faktoren eine Rolle.

Urankonferenz 2012

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Nächstes Treffen / Nachbereitung der Proteste gegen den Castor-Transport

Was war los im Wendland? Was war los in Darmstadt? Was sind die Erfahrung der verschiedenen Aktionen? Wie war CastorSchottern, Widersetzen, „Ende im Gelände”? Was hat uns gefallen, welche Fehler wurden gemacht, was machen wir das nächste Mal besser? Diese und weitere Fragen wollen wir auf dem Nachbereitungstreffen thematisieren.

Außerdem geht es anschließend um Perspektiven und weitere Aktionen der Anti-Atom-Bewegung in Frankfurt.

Alle sind dazu eingeladen, am kommenden Montag, den 12. Dez., ins Café Exzess (Leipziger Straße 91, Frankfurt-Bockenheim) zu kommen und sich einzubringen. Start: 19:30 Uhr.