Neckar castorfrei – Keine CASTOR-Transporte von Obrigheim nach Neckarwestheim!

Die EnBW plant 2017 auf dem Neckar fünf Transporte, um insgesamt 15 CASTOREN mit hochradioaktivem Atommüll von Obrigheim nach Neckarwestheim zu transportieren. Diese gefährliche Atommüllverschiebung führt durch dicht bewohnte Gebiete. Im Katastrophenfall kann sich die Radioaktivität auch unkontrolliert über den Neckar weiter verteilen.

Atommüll von Obrigheim – ausgerechnet in den Steinbruch nach Neckarwestheim?
In Neckarwestheim gibt es ein „Zwischenlager“ für CASTOREN in Tunnelröhren im Steinbruch. In diesem Steinbruch wird der Untergrund durch Abpumpen von Grundwasser ausgewaschen. So müssen regelmäßig Hohlräume mit Beton aufgefüllt werden, um den Kühlturm des noch laufenden EnBW-Atomkraftwerks wieder aufzurichten. Der Weiterbetrieb des AKWs ist allein schon aus diesem Grund unverantwortlich. Und dieser Ort taugt keinesfalls für noch mehr Atommüll.

Trugbild „grüne Wiese“ in Obrigheim
Die EnBW und das Umweltministerium versprechen wider besseres Wissen die rasche „grüne Wiese“ in Obrigheim. Dort befinden sich nicht nur die für die CASTOREN vorgesehenen 342 hochradioaktiven Brennelemente, sondern es gibt weiteren gesundheitsschädlich strahlenden schwach- und mittelradioaktiven Atommüll. Auch für diesen steht noch keine Langzeitlösung zur Verfügung. Scheinlösungen mit Hin- und Herfahren von Atommüll helfen da nicht weiter. Wohin mit dem Atommüll? Diese Frage ist für Obrigheim wie überall noch vollständig ungelöst. Der bisherige Umgang und die Verharmlosung des Atommülls sind unverantwortlich.

Wir fordern:
- Keine Atommüllverschiebung Obrigheim – Neckarwestheim!
- Atomausstieg sofort – keine weitere Atommüllproduktion!
- Dezentrale und regenerative Energiewende jetzt!
(mehr…)

29.10.2016 in Lingen – Demonstration: Atomkraft jetzt den Saft abdrehen – Uranfabriken schließen!

Atomkraftwerken jetzt den Saft abdrehen! Brennstoffversorgung aus Lingen und Gronau stoppen!

Beginn: 29. Oktober 2016, 13 Uhr, Bahnhof Lingen – Abschlusskundgebung vor dem Alten Rathaus

Atomausstieg? Ungenügend!
Während die verbleibenden 8 deutschen Atomkraftwerke bis Ende 2022 abgeschaltet werden sollen, bleibt die nukleare Infrastruktur unangetastet. Sowohl die Brennelementefabrik in Lingen (Niedersachsen) als auch die Urananreicherungsanlage in Gronau (NRW) verfügen weiterhin über eine unbefristete Betriebsgenehmigung. Beide Uranfabriken versorgen Atommeiler in aller Welt mit Brennstoff, so auch die besonders maroden Meiler Tihange, Doel, Fessenheim und Cattenom.

Lingen – Zentrum der Atomindustrie dichtmachen!
In Niedersachsen hat sich die Atomindustrie auch im Emsland breit gemacht. Gleich vier Atomanlagen in Lingen stehen exemplarisch für verschiedene Gefahren in der nuklearen Kette:
Mit der Brennelementefabrik mutet die Firma AREVA der Bevölkerung in der Region Störfälle und gefährliche Atomtransporte zu.
Das fast 30 Jahre alte AKW Emsland soll trotz wiederholter Störfälle noch bis Ende 2022 weiter laufen, wobei es schon jetzt ein unzumutbares Risiko darstellt. Nicht ohne Grund werden in dessen Umkreis Jodtabletten auf niederländischer und deutscher Seite verteilt. Aber veraltete Katastrophenschutzpläne und fehlende Evakuierungspläne lassen befürchten, dass die Bevölkerung bei einer nuklearen Katastrophe der radioaktiven Verseuchung schutzlos ausgeliefert sein wird.
Die Castor-Atommüllhalle neben dem AKW Emsland macht Lingen zu einem weiteren Atommüllstandort in Niedersachsen, neben den schon vorhandenen oder geplanten Standorten Asse, Gorleben und Schacht Konrad.
Am ständig wachsenden hochradioaktiven Müll und dem äußerst schwierigen Rückbau des AKW Lingen 1 zeigt sich, wie sehr die nuklearen Hinterlassenschaften unsere Zukunft und die nachfolgender Generationen belasten.
(mehr…)

Tschernobyl – 30 Jahre und kein Ende . . . Sonntag, 24. April ab 14 Uhr: Kundgebung & Kulturfest am AKW Biblis!

Tschernobyl – 30 Jahre und kein Ende . . .

Vor 30 Jahren ereignete sich der Super-Gau in Tschernobyl, radioaktive Wolken trieben über Europa. Eine 30 Kilometer Sperrzone und weitere Gebiete in der Ukraine und Weißrussland wurden für unbewohnbar erklärt, die radioaktive Ruine mit Beton und Stahl überdeckt. Der Sarkophag bröckelt, eine für 2005 geplante neue Hülle ist bis heute nicht fertig. Nach Ab schätzungen der IPPNW (International Physicians for the Prevention of Nuclear War) gab es durch Tschernobyl ca. 100.000 Todesfälle und 1 Million andere strahlungsbedingte Erkrankungen.

Sofortiger Stopp aller Atomanlagen!

Das in Deutschland am stärksten durch die radioaktive Wolke von Tschernobyl betroffene Gebiet ist der Bayerische Wald tausende Kilometer entfernt. Dort zeigen Pilze und Wildschweine noch nach 30 Jahren so hohe Verstrahlungen, dass sie nicht verzehrt werden dürfen. Aber in Deutschland soll – trotz „Energiewende“ – erst 2022 das letzte AKW vom Netz gehen. Die vier Konzerne RWE, E.on, EnBW und Vattenfall können noch weitere Atom – Milliarden scheffeln.

Sofortige Abschaltung aller deutschen Atomkraftwerke – dezentrale Energiewende jetzt!

Bei der Stillegung des AKW Biblis nach Fukushima beging das hessische Umweltministerium sehenden Auges schwerwiegende Rechtsfehler. Die damit eröffnete Klagemöglichkeit nutzt RWE und fordert 235 Millionen Euro Schadensersatz für seine abgewirtschafteten Schrottreaktoren. Beim Rückbau der AKW und der Lagerung des Atommülls rechnen sich die Konzerne dagegen arm. Die Rückstellungen der Betreiber zum Abriss der AKW und zur Lagerung des Atommülls sind ohnehin zu gering und zudem gefährdet. Es steht zu erwarten, dass die konzerne die Kosten mal wieder auf den Steuerzahler abwälzen. Beim Rückbau der AKW und der Lagerung des Atommülls rechnen sich die Konzerne dagegen arm. Die Rückstellungen der Betreiber zum Abriss der AKW und zur Lagerung des Atommülls sind ohnehin zu gering und zudem gefährdet. Es steht zu erwarten, dass die konzerne die Kosten mal wieder auf den Steuerzahler abwälzen. (mehr…)

Freitag, 18.09.2015 – Film & Vortrag: Nuclear Lies – die Atomindustrie Indiens

Das Anti-Atom-Plenum Frankfurt freut sich, den Regisseur Praved Krishnapilla mit seinem Dokumentarfilm „Nuclear Lies“ in Frankfurt begrüßen zu dürfen! Der Film deckt die furchtbaren Missstände rund um indische Atomanlagen auf. Mit Lügen werden die Menschen manipuliert, mit Polizeigewalt zum Schweigen gebracht. Praved Krishnapilla nimmt uns in seinem 72-minütigen Film mit auf eine Reise zu verschiedenen Standorten der Atomindustrie in Indien. Der Regisseur wird selbst vor Ort sein und nach dem Film zur Diskussion zur Verfügung stehen.

Wann: Freitag, 18.09.2015
Startzeit: 19:45 Uhr
Wo: Raumstation Rödelheim, Auf der Insel 14 Hinterhaus (Wegbeschreibung: Link)

Der Trailer zum Film:

Nuclear lies teaser Nov. 2014 from praved ck on Vimeo.

Weitere sehr lesenswerte Informationen findet ihr auf dem Blog indien.antiatom.net und direkt hier im Link.

Wir freuen uns auf euch!

Kinoabend über Widerstand gegen Atomkraft in Indien am 20.10.2014

Unsere FreundInnen von ByeByeBiblis und Greenpeace Frankfurt haben eine Film- und Diskussionsveranstaltung mit Pradeep Indulkar, dem indischen Regisseur und Atomkraftgegner, organisiert. Pradeep Indulkar, den wir bereits im September 2013 zu Besuch hatten, ist derzeit mit zwei seiner Filme auf Europareise und kommt am Montag, den 20. Oktober 2014 auch zu uns nach Frankfurt.

Der mit dem Yellow Oscar ausgezeichnete Film „High Power“ erzählt von den Folgen des Baus des ersten indischen Atomkraftwerks Tarapur in den 1960er Jahren für das Leben der lokalen Bevölkerung.
Wir zeigen außerdem den Film „Jaitapur“, der erzählt, wie der Konzern Areva in einem Erdbebengebiet nahe der Stadt Jaitapur das größte AKW der Welt bauen will und wie die Bevölkerung sich dagegen wehrt.

Beide Filme dauern jeweils ca. 30 Minuten. Im Anschluss besteht die Möglichkeit zum Gespräch mit dem Regisseur.

Montag, 20. Oktober 2014, 20.30 Uhr im Uni-Kino „Pupille“ (Mertonstr. 26–28, 60325 Frankfurt am Main, U-Bahnhaltestelle Bockenheimer Warte)

Der Eintritt ist frei.

Wir freuen uns auf viele ZuschauerInnen!

Solidarität mit Hans Christoph Stoodt

4000 Euro Geldstrafe wegen Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte soll der Frankfurter AKW-Gegner, Antifaschist und evangelische Pfarrer Dr. Hans Christoph Stoodt zahlen wegen eines Vergehens, das er in dieser Form nicht begangen hat. Die Staatsanwaltschaft hatte Stoodt Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte vorgehalten. Er habe sich bei dem Versuch, am 25.11.2011 bei Darmstadt-Kranichstein gemeinsam mit anderen AktivistInnen einen Castor-Transport durch Betreten der Gleise zu blockieren, seiner polizeilichen Festnahme widersetzt.

Während jedoch die anderen Festgenommenen wegen einer Ordnungswidrigkeit lediglich zu einer Geldbuße in Höhe von 35,- Euro aufgefordert wurden, erstreckten sich die Ermittlungen im Fall Stoodt zunächst sogar auf schwerwiegende Straftatbestände bis hin zur schweren Körperverletzung. Das alles war schon vom Tisch, bevor der Prozess begann. Blieb der Vorwurf des Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte. Das Amtsgericht Darmstadt folgte in erster Instanz der Argumentation des Staatsanwalts und auch das Darmstädter Landgericht wollte im vergangenen November nicht davon abrücken. Stoodt wurde auch in zweiter Instanz zu 40 Tagessätzen à 100 Euro verurteilt. Durch Gerichtskosten und summiert sich der Betrag auf 4850 Euro. Sein Versuch, den Fall in dritter Instanz vor dem OLG Frankfurt überprüfen zu lassen, wurde trotz vieler Ungereimtheiten abgewiesen (nähere Infos: www.wurfbude.wordpress.com).

Die Stoodt vorgeworfene Widerstandshandlung ist eine Konstruktion mit dem Zweck, ihn persönlich und die Anti-AKW-Bewegung politisch einzuschüchtern. Die zunehmend rabiate Rechtsprechung bei Aktionen zivilen Ungehorsams sind Ausdruck eines Kampfs von Oben gegen das Aufbegehren von Unten, egal ob beim Kampfs gegen Nazis oder den so genannten Verfassungsschutz, gegen Sozialabbau- und Verelendungspolitik hierzulande und in ganz Europa, gegen die imperialistische Atom- und Kriegspolitik hierzulande oder gegen Polizeiwillkür und Grundrechtseinschränkungen anlässlich von Blockupy.

Spendenaufruf
Die Friedens- und Zukunftswerkstatt bittet alle, die das politisch auch so sehen und es sich leisten können und wollen, Hans Christoph Stoodt finanziell zu unterstützen.

Spendenkonto und Stichwort:
Friedens- und Zukunftswerkstatt e.V, Frankfurt am Main,
Frankfurter Sparkasse, BLZ: 50050201
Kontonummer: 200081390
Stichwort: Castor-Prozess

Kundgebung vor dem AKW Biblis am 26.4.2014

Energiewende retten! Sonne und Wind statt Fracking, Kohle und Atom – Demonstration in Wiesbaden am 22.03.2014

Die neue Bundesregierung plant einen Frontalangriff auf die Energiewende. Nach der Photovoltaik soll es jetzt der Windkraft an den Kragen gehen. Der Zubau der Erneuerbaren Energien droht mit einem Ausbaudeckel und massiven Förderkürzungen abgewürgt zu werden. Stattdessen setzt Schwarz-Rot auf Kohlekraft – etwa mit neuen Subventionen, die verhindern, dass alte Kohlemeiler eingemottet werden.

Damit haben sich RWE, Eon und Vattenfall so massiv durchgesetzt wie lange nicht mehr. Doch noch steht dies alles nur im Koalitionsvertrag und nicht im Gesetz. In den nächsten Monaten muss sich die Regierung mit den Bundesländern über ihre energiepolitischen Pläne einigen. Etliche stehen diesen kritisch gegenüber – jetzt müssen sie sich wehren.

Am 22. März gehen wir daher mit zehntausenden Menschen in sieben Landeshauptstädten auf die Straße. Gemeinsam fordern wir, dass Atom- und Kohlekraftwerke abgeschaltet werden, Kohle-Tagebaue stillgelegt, Gas nicht mittels Fracking gefördert und die Energiewende nicht ausgebremst wird.

Wir wollen die Energieversorgung dezentralisieren, demokratisieren und in die Hand der Bürger/innen legen! Und der Welt zeigen, wie die Energieversorgung eines Industriestaates von Grund auf umgekrempelt werden kann und damit beim Klimaschutz endlich ernst gemacht wird.

Dafür lohnt es sich zu streiten! Demonstrier am 22. März für die Energiewende und gegen Fracking, Kohle- und Atomkraft!

Ablauf Wiesbaden:

14:00 Uhr Treffpunkt Hauptbahnhof Wiesbaden
14:30 Uhr Start Demozug Hauptbahnhof Wiesbaden
15:30 Uhr Kundgebung Schlossplatz Wiesbaden
16:30 Uhr ca. Ende

Sonne und Wind statt Fracking, Kohle und Atom!

Veranstaltung am 23.02.2014: Wird das nächste Fukushima in Indien sein?

Die indischen Anti-Atom-Bewegungen – aktueller Stand und Herausforderungen

Veranstaltung am Sonntag, den 23.02.2014 im Café Exzess, Leipziger Straße 91, Frankfurt am Main. Mit dem Friedens- und Anti-Atom-Aktivisten Kumar Sundaram aus Neu-Delhi – Beginn: 16:00 Uhr

Die Bundesregierung und die deutsche Atomindustrie tun alles dafür. Sie beteiligen sich am Bau von Atomkraftwerken in Erdbeben- und Tsunami-Gebieten Indiens. Die nächste atomare Katastrophe wird kommen, wir wissen nur noch nicht wo und wann.

Ende der sechziger Jahre ging das erste AKW in Indien ans Netz. Inzwischen betreibt Indien zwanzig AKWs mit einer Gesamtkapazität von 4,7 Gigawatt. Es handelt sich um Schwerwasser-Reaktoren indischer Bauart mit relativ geringer Kapazität. Für 18 AKWs lieferte der deutsche Konzern KSB Pumpen. Die Atomreaktoren Indiens gehören zu den unsichersten und unzuverlässigsten der Welt. Unfälle und Beinahe-GAUs wurden verschwiegen, alles rund um die Atomkraft galt als Militärgeheimnis. Indien verfügt über Atomwaffen ohne den Atomwaffensperrvertrag unterzeichnet zu haben.

Die indische Regierung forciert die Errichtung von mehreren großen Atomanlagen mit jeweils sechs Reaktoren – wie in Fukushima. Die internationale Atomindustrie rechnet mit Geschäften im dreistelligen Milliardenbereich. 2008 war das Atomembargo gegen Indien aufgehoben worden. (mehr…)

Atomtransporte stoppen – Kein Castor nach Gorleben oder anderswo!

Wir unterstützen die Aktion der BI Lüchow-Dannenberg „Atomtransporte stoppen – Kein Castor nach Gorleben oder anderswo!“. Folgend der Wortlaut:

Atomtransporte stoppen – Kein Castor nach Gorleben oder anderswo!

Die Gorleben-Geschichte ist reich an Beispielen, wie die Bevölkerung über wahre Absichten bei der Realisierung eines Nuklear-Komplexes getäuscht wurde. Jetzt droht ein weiteres Beispiel hinzu zu kommen: Bis Mitte des Jahres nämlich wollen Bund- und Ländervertreter klären, wo die restlichen 26 Castoren mit radioaktiven Abfällen aus den Wiederaufarbeitungsanlagen in Sellafield bzw. Cap de La Hague verbleiben.

Gorleben als Zielort für weitere Castor-Transporte scheide aus, versprach Peter Altmaier (CDU), versprach Rot-Grün in Hannover, das sei auf dem Hintergrund der angeblichen neuen Endlagersuche eine Frage des Vertrauens. Gorleben solle nicht weiter als Endlagerstandort zementiert werden, unterstrich der niedersächsische Ministerpräsident Stephan Weil (SPD). Im Gegenzug blieb Gorleben als Endlagerstandort bei dem angeblichen Neustart der Endlagersuche gesetzt.

Kein Castor nach Gorleben – eine Leimrute für den Widerstand?

Doch die Novelle des Atomgesetzes, die weitere Transporte nach Gorleben ausschließen sollte, enthält eine Lücke. Das geht aus einem Kurzgutachten von Greenpeace hervor, das der Diplomphysiker Wolfgang Neumann (intac) verfasste.

“Verfestigte Spaltproduktlösungen” sollten in kraftwerksnahen Zwischenlagern aufbewahrt werden, heißt es im novellierten Gesetzestext. Die fünf Castoren aus La Hague enthalten zwar Spaltprodukte, aber keine Spaltproduktlösungen. Es handelt sich um verfestigte Dekontaminations- und Spülwässer, das sind zwar auch Wärme entwickelnde Abfälle, aber eben keine Spaltproduktlösungen. Es handelt sich um Sekundärabfälle, die zum Beispiel beim Reinigen von Komponenten anfallen. Bei den MAW-Kokillen tritt praktisch keine Neutronenstrahlung auf und die Gammastrahlung beträgt weniger als ein Zehntel von HAW – Abfällen pro Castor. Das ist immer noch heftig: 100 Mal das Inventar der Asse II in einem Behälter. Da im Gesetzestext ausdrücklich „Spaltproduktlösungen“ steht, können Dekontaminations- und Spülwässer nicht davon erfasst sein, warnt der Wissenschaftler. (mehr…)